Eine an der Universität der Balearen (UIB) verteidigte Doktorarbeit liefert neue Erkenntnisse über die Rolle des Stoffwechsels im Gehirn bei der Entstehung von Alzheimer und weist auf neue therapeutische Strategien hin, die sich auf Astrozyten konzentrieren – Zellen, die für die Funktion des Gehirns von grundlegender Bedeutung sind.
Die von Joan Cabot Bauzà im Rahmen des Doktorandenprogramms für biomedizinische Biotechnologie an der UIB durchgeführte Forschung kombiniert Untersuchungen an Zellkulturen und Tiermodellen, um die Rolle der Astrozyten zu analysieren – Zellen des Nervensystems, die jahrelang lediglich als Stützzellen angesehen wurden.
Von der UIB wurde erläutert, dass Astrozyten heute als wesentlich für die Gehirnfunktion angesehen werden. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Stoffwechsels im Gehirn für die mit Alzheimer verbundenen neurodegenerativen Prozesse und legen nahe, dass dieser Ansatz als Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Therapien dienen könnte, die darauf abzielen, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.
Die Arbeit hat auch Auswirkungen auf Menschen mit Down-Syndrom, die ein erhöhtes Risiko haben,eine Demenz mit ähnlichen Merkmalen wie Alzheimer zu entwickeln, und die von zukünftigen therapeutischen Strategien profitieren könnten, die aus dieser Forschungsrichtung hervorgehen.
Die Dissertation entstand in Zusammenarbeit mit Laminar Pharmaceuticals und wurde durch einen von der Regionalregierung finanzierten FPI-Doktorandenvertrag im Rahmen eines Forschungsschwerpunkts unterstützt, der darauf abzielt, die biologischen Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen zu ergründen.
Quelle: Agenturen





